Bonner Münster: Sensationelle 80.000 Besucher im „Bonner Dom“:Wiedereröffnung und Ausstellung: Historisches Ereignis der Bonner Geschichte

Die letzten drei Wochen laufen - Ausstellungskatalog zeigt beeindruckende Bilder
Ausstellung im Bonner Münster
Ausstellung im Bonner Münster
Datum:
7. Jan. 2022
Von:
Melanie Eimermacher

„Die letzten drei Wochen der Ausstellung „Licht und Transparenz“ haben begonnen. Wer den beeindruckenden Dialog der romanischen Architektur und der klassischen Kunst mit den Werken der Moderne noch nicht gesehen hat, sollte die Chance jetzt noch nutzen,“ sagt Bonns Stadtdechant. Es sei ein Erlebnis für die Sinne und die Seele, das vermutlich so nicht wiederkehren werde, so Dr. Wolfgang Picken. Seit Mitte Dezember sei auch ein Katalog über die Ausstellung zu erwerben, der dieses Kooperationsprojekt der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. mit dem Bonner Münster in eindrucksvollen Bildern festhalte. „Dieser Katalog ist ein „Muss“ für jeden, der das Bonner Münster liebt und an Kultur interessiert ist,“ wirbt Dr. Picken. Der Katalog ist für 10 Euro in der Basilika erhältlich.

Seit der Eröffnung im 31. Oktober haben bereits über 80.000 Menschen das Münster und die Ausstellung besucht. „Das ist ein sensationeller Erfolg, der seines gleichen sucht und nicht zuletzt auch dem Kurator der Ausstellung, Prof. Dr. Walter Smerling, zu verdanken ist.“ Die hohe Besucherzahl mache die Wiedereröffnung und die Ausstellung „Licht und Transparenz“ zweifelsfrei zu einem historischen Ereignis in der Bonner Stadtgeschichte, so der Münsterpfarrer. Auch die Gottesdienste in der Basilika fänden hohen Zuspruch. In der Regel seien alle Stühle besetzt und nicht selten müssten Mitfeiernde auch stehen. „Das Bonner Münster hat seinen alten Platz wieder eingenommen und ist als geistliches Zentrum der Stadt zurück,“ bewertet Stadtdechant Dr. Picken die große Resonanz. Viele Bürgerinnen und Bürger identifizierten sich mit der Basilika. Immer wieder sprächen Besucher voller Bewunderung von ihrem „Bonner Dom“. Auch die Idee, die Basilika zu einem Ort des Dialogs in der Stadt zu machen, sei begeistert aufgenommen worden. Alle Konzerte und Veranstaltungen im Münster waren ausverkauft und zeigten starke Wirkung auf die Teilnehmenden. Weitere Formate befänden sich in Vorbereitung.

Die Ausstellung „Licht und Transparenz“ wird am 31. Januar beendet. Anschließend wird das Münster die erste Woche im Februar geschlossen, damit die Kunstwerke demontiert und abtransportiert werden können. Dann folgen zwei Wochen, in denen das Bonner Münster ohne die moderne Kunst und ohne seine mobilen Kunstwerke, sowie ohne Bänke zu sehen sein wird. Für das Wochenende vom 14. bis zum 16. Februar findet ein Jugendfestival in der Basilika statt. Am folgenden Wochenende vom 21. Bis zum 23. Februar ist täglich nach Eindruck der Dunkelheit eine Licht- und Musikperfomance mit dem Titel „… es werde Licht“ im Münster zu erleben. „Das wird nochmals ein Highlight und ein Feuerwerk für die Sinne werden“, kommentiert Dr. Picken. In der letzten Februarwoche wird die Basilika erneut geschlossen. Dann kehren die mobilen Kunstwerke und die Bänke in den Sakralraum zurück. Mit dem abendlichen Aschermittwochsgottesdienst wird sich das Bonner Münster dann erstmals wieder mit der vollständigen Ausstattung präsentieren: „Vieles wird nach der Restaurierung verändert erscheinen und im hellen Licht eine starke Wirkung entfalten,“ verspricht der Bonner Stadtdechant.