Flutkatastrophe:Seelsorger im Dauereinsatz

Die SeelsorgerInnen aller Konfessionen in Bonn arbeiten eng zusammen, um die Betroffenen der Flutkatastrophe, ihre Angehörigen und die Helfer zu begleiten.
Flutkatastrophe Ahrtal
Flutkatastrophe Ahrtal
Datum:
24. Juli 2021
Von:
Redaktion

Die Notfallseelsorger Pater Dr. Jürgen Langer und Pfarrer Albrecht Roebke sind seit dem Beginn der Überschwemmungen laufend im Kastastrophengebiet im Einsatz. Über ihren Einsatz in Heimerzheim in der Voreifel wurde in den Medien berichtet:

WDR-Lokalzeit vom 22.07.2021

Domradio-Interview mit Pater Dr. Jürgen Langer vom 20.07.2021

Seelsorgeangebote in Bonn

Vor Ort in Bonn ist die Seelsorge beider Konfessionen für die Evakuierten ansprechbar. Mehr als 120 Seniorinnen und Senioren aus dem Ahrtal sind in Hotels und Seniorenheimen in Bonn untergebracht. Eine eigens eingerichtete Hotline vermittelt seelsorgliche Begleitung. Die Hotline ist täglich von 9-18 Uhr von katholischen und evangelischen Seelsorgerinnen und Seelsorgern besetzt. Sie ist erreichbar unter der Nummer 0700 11 000 11 219.

Die katholische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensberatung (efl) bietet seelsorgliche und psychologische Unterstützung für Betroffene an, die traumatisiert sind oder Gesprächsbedarf haben. Die personellen Kapazitäten wurden aufgestockt, so dass zeitnah möglichst allen Betroffenen Hilfe und Unterstützung angeboten werden kann. Die efl-Beratungsstelle ist erreichbar unter der Rufnummer 0228 630455 bzw. unter folgendem Link: www.koeln.efl-beratung.de/beratungsstellen/bonn/

Unterstützung bei der Suche nach Wohnraum

Auf Bitten von Stadtdechant Dr. Picken haben die leitenden Pfarrer im Stadtdekanat Bonn geprüft, ob in Ihren Seelsorgebereichen Wohnraum zur Verfügung steht. Er soll unbürokratisch und niederschwellig denen bereitgestellt werden, die für längere Zeit eine Unterkunft benötigen, weil sie vorläufig nicht in ihre zerstörten Wohnungen und Häuser zurückkehren können. Erste Vermittlungen finden bereits statt.

Praktische Hilfe im Kastastrophengebiet

Wie viele andere Menschen aus Bonn und Umgebung war auch Münster-Kaplan und Stadtjugendseelsorger Dr. Christian Jasper mit einer Gruppe von 15 jungen Leuten in Ahrweiler, um beim Aufräumen zu helfen. Er berichtet davon, dass die Stimmung beim Aufräumen bewundernswert gut war. Bei aller Verzweiflung sei auch viel Gottvertrauen zu spüren gewesen: "Irgendwie werden wir auch das gemeinsam schaffen!" www.campanile-bonn.de 

Gottesdienste und Andachten

Am Sonntag, den 18. Juli haben viele Bonner Kirchengemeinden in ihren Gottesdiensten in Fürbitten und Gebet der Situation gedacht. Vielerorts wurden die Kollekte den Flutopern gewidmet. Am Nachmittag desselben Sonntags wurde ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert, an dem auch die Bonner Oberbürgermeisterin, Katja Dörner, teilgenommen hat.  Am Mittwoch, den 21. Juli wurde zeitgleich um 17 Uhr im Katholischen Priesterseminar Albertinum, in der Seniorenresidenz Leoninum und im Hotel Hilton ökumenische Andachten mit den Betroffenen gefeiert.  Am Freitag, 23. Juli, um 18 Uhr läuteten in ganz Deutschland die Glocken der Kirchen aller Konfessionen und riefen zu Einkehr, Stille und Gebet auf.

Spenden

Spenden für die Flutopfer können auf folgendes Konto des Gemeindeverbands Bonn eingezahlt werden:

Verwendungszweck: Flutkatastrophe
Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE28 3705 0198 0000 0390 99