Stadtdechant begrüßt neue Verkehrsregelung in Innenstadt:Ringkappung als „Schildbürgerstreich“?

Bonns Stadtdechant, Dr. Wolfgang Picken, begrüßt die Entscheidung der Bezirksregierung im Streit um die Verkehrsführung in der Bonner Innenstadt. Als Bonner Münstergemeinde und Stadtdekanat sei man direkter Anlieger und von der Regelung unmittelbar betroffen gewesen.
Stadtdechant Dr. Wolfgang Picken
Stadtdechant Dr. Wolfgang Picken
17. Jul 2020
Melanie Eimermacher

Bonns Stadtdechant, Dr. Wolfgang Picken, begrüßt die Entscheidung der Bezirksregierung im Streit um die Verkehrsführung in der Bonner Innenstadt. Als Bonner Münstergemeinde und Stadtdekanat sei man direkter Anlieger und von der Regelung unmittelbar betroffen gewesen. Die Einschätzung des Bonner Oberbürgermeisters, Ashok-Alexander Sridharan, sei leicht nachvollziehbar. Die Verkehrsführung über den Bonner Ring habe zweifelsfrei Auswirkungen auf die Verkehrsführung, die für die ganze Stadt hoch relevant wären. Deshalb müsse hier die Kompetenz beim Bonner Stadtrat liegen. Er könne die gegenteilige Auffassung der Bezirksbürgermeisterin, Brigitte Poppe-Reiners, nicht teilen.
Stadtdechant Dr. Picken äußerte auch, dass er die Kappung des Bonner Rings für keine gute Lösung gehalten habe. Eine Verkehrsführung, die aus der Innenstadt den direkten Zugang zum Hauptbahnhof und die Zufahrt zur Autobahn unmöglich mache, sei für ihn nicht nachvollziehbar. Das habe zu großen Umwegen und bei Fremden zu erheblichen Irrfahrten geführt. Eine solche Verkehrsführung sei weder ökologisch sinnvoll noch bürgerfreundlich gewesen. Regelmäßig hätten sich Gäste von Münstergemeinde und Stadtdekanat über die Verkehrsführung beschwert und sie als abschreckend bezeichnet. Kürzlich habe der Leiter einer Gästedelegation sogar von einem „Schildbürgerstreik“ gesprochen. Solche Reaktionen könnten der Stadt Bonn nicht gleichgültig sein, wenn sie attraktiv für Touristen und Gäste bleiben wolle.