Online-Talkreihe: KUNST und KRISE:Prof. Walter Smerling im Gespräch mit dem Stadtdechanten

Dr. Wolfgang Picken spricht über seine persönlichen Lehren aus der Pandemie, ob diese den Wertekanon der Gesellschaft geändert hat und welcher Bereich der Kunst ihn am meisten interessiert.
Datum:
26. März 2021
Von:
Ayla Jacob

Der Lockdown bedeutet ein radikales Herunterfahren der Gesellschaft, davon betroffen sind auch die Kirchen und im besonderen Maße die Kultur. Ob Ausstellungen oder Konzerte, Gesprächsrunden oder Theateraufführungen – fast alles wurde sehr frühzeitig heruntergefahren und steht still. Für viele Kulturschaffende kommt der Lockdown einem Berufsverbot gleich.

Auch für die Kirchen bedeutete (und bedeutet) die Corona-Krise massive Änderungen. Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen können teilweise gar nicht stattfinden. Die existenzielle Bedrohung, die von der Infektionserkrankung ausgehe, und die Reduktion des sozialen Lebens durch das Kontaktverbot haben erhebliche Auswirkungen auf die seelische Situation der Bevölkerung und ihr Sozialverhalten.

Um das Thema "Kunst und Krise" in den Mittelpunkt zu stellen, hat Prof. Walter Smerling, Vorsitzender der Stiftung Kunst und Kultur, die gleichnamige Online-Talkreihe ins Leben gerufen. Mit dabei ist auch Stadtdechant Dr. Wolfgang Picken. Über seine persönlichen Lehren aus der Pandemie, ob diese den Wertekanon der Gesellschaft geändert hat und welcher Bereich der Kunst ihn am meisten interessiert, darüber spricht er mit Smerling. 

"Die Pandemie ist die Bestätigung dessen, was ich ohnehin schon denke", so Picken. Wir seien uns in unserer modernen Zeit der technischen Errungenschaften viel zu sicher. "Wir glauben, dass wir unangreifbar sind." Daher stelle sich auch für viele die Frage nach dem Woher und dem Wohin nicht mehr. EIne Erfahrung wie die Pandemie, die die Existenz infrage stelle und wirtschaftliche und soziale Probleme hervorrufe, werde Auswirkungen auf das künftige Leben haben.