Darstellung des Herrn und Blasius-Segen:Kerzensegnung am 2. Februar

40 Tage nach Weihnachten feiert die Kirche die "Darstellung des Herrn", auch bekannt als Maria Lichtmess. Traditionell werden an diesem Tag die Kerzen gesegnet, so auch in der Heiligen Messe in Sankt Remigius. Einen Tag später wird der Blasius-Segen gespendet.
Fresko im Bonner Münster: die Darstellung des Herrn
Fresko im Bonner Münster: die Darstellung des Herrn
Datum:
31. Jan. 2021
Von:
Ayla Jacob

Am 2. Februar, 40 Tage nach Weihnachten, feiert die Katholische Kirche das Fest die „Darstellung des Herrn“, vielerorts bekannt als Maria Lichtmess. Traditionell werden an diesem Tag die Kerzen gesegnet, so auch in der Heiligen Messe um 18 Uhr in der Kirche Sankt Remigius, Brüdergasse 8. Die brennenden Kerzen sind ein Symbol: Jesus hat neues Licht in die Welt gebracht.

Woher aber kommt der Name „Darstellung des Herrn“? Traditionell galt die Frau 40 Tage nach der Geburt eines Jungen als unrein (nach der Geburt eines Mädchens waren es 80 Tage). Zur Reinigung wurde ein Tieropfer dargebracht. Darüber hinaus wurde der erstgeborene Sohn als Eigentum Gottes angesehen. Daher musste er innerhalb einer bestimmten Frist an diesen übergeben – also dargestellt – werden, und zwar im Tempel. Mit einem Geldopfer lösten ihn seine Eltern aus. 

Begegnung mit Simeon und Hanna

Maria und Josef führten beide Riten an einem Tag durch. Im Tempel begegneten sie laut Lukas-Evangelium Simeon und Hanna. Beide erkannten sofort, welch besonderer Junge Jesus Christus war und stimmten einen Lobgesang an.

So erinnert das Fest also an die „Darstellung des Herrn“ durch die Heilige Familie im Tempel. Bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil galt Maria Lichtmess als das Ende der Weihnachtszeit, was unter anderem daran lag, dass die Tage wieder länger wurden. 

Daher hat der Tag nicht nur eine religiöse Bedeutung. Mit ihm begann das „Bauernjahr“ – je nach Umständen konnte wieder auf den Feldern gearbeitet werden. Außerdem endete das Dienstbotenjahr. Heißt, dass Knechte und Mägde den Rest ihres Lohns ausbezahlt bekamen und sich eine neue Dienststelle suchen konnten (oder mussten).

Zeitlich verknüpft mit dem Blasius-Segen

Zeitlich eng verknüpft mit dem Hochfest ist der Gedenktag des heiligen Bischofs Blasius von Sebaste am 3. Februar. An diesem Tag – sowie am darauffolgenden Sonntag - wird traditionell der Blasius-Segen gespendet. Auch bei ihm spielen Kerzen eine zentrale Rolle. Der Priester erteilt ihn als Einzelsegen. So auch in den Heiligen Messen am Mittwoch, 3., und Samstag 6. Februar, um 18 Uhr sowie am Sonntag, 7. Februar, 12 Uhr, in der Kirche Sankt Remigius. Außerdem wird der Blasius-Segen am Sonntag, 7. Februar, im 18-Uhr-Gottesdienst in der Stiftskirche gespendet.