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Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2026:Einladung nach St. Remigius Bonn: „Beim Namen nennen“

Fühlen Sie sich eingeladen vorbeizukommen, zuzuhören, zu gedenken und den Verstorbenen ihre Würde und ihren Platz in unserem Erinnern zu geben
Datum:
27. Mai 2026
Von:
Redaktion

Herzliche Einladung

Veranstaltung:

Samstag, 20.06.2026
11.00 Uhr - 14.00 Uhr
in der St. Remigiuskirche Bonn
Brüdergasse 8

Programm in der Kirche:

Von 11.00 Uhr – 14.00 Uhr gedenken wir der Menschen, die auf Fluchtrouten ums Leben gekommen sind. Wir tun dies durch:
Verlesung von Namen
Lesung von persönlichen Geschichten
Gebete und Gedichte
Musik

Es gibt die Möglichkeit Kerzen zu entzünden.

Fühlen Sie sich eingeladen vorbeizukommen, zuzuhören, zu gedenken und den Verstorbenen ihre Würde und ihren Platz in unserem Erinnern zu geben.

Vor der Kirche gibt es Informationen durch Engagierte der Bonner Seebrücke. Es stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus katholischen und evangelischen Flüchtlingsinitiativen für Fragen und Gespräch zur Verfügung.

Zum Hintergrund:

Menschen flüchten vor Krieg, Vertreibung und Unterdrückung

Der Weltflüchtlingstag am 20. Juni macht auf die Situation von Menschen aufmerksam, die aufgrund von Krieg, Verfolgung, Gewalt oder anderen lebensbedrohlichen Bedingungen ihre Heimat verlassen müssen. Weltweit sind derzeit rund 122 Millionen Menschen auf der Flucht. Viele suchen Schutz im eigenen Land oder in Nachbarstaaten, während andere versuchen, Europa zu erreichen – auf der Suche nach Schutz, Sicherheit und einem Leben in Würde.

Tödliche Fluchtwege

Auf ihrer Flucht verlieren zahlreiche Menschen ihr Leben. Sie sterben auf dem Meer, in Lastwagen, in Wüsten oder an den europäischen Außengrenzen. Häufig bleiben sie namenlos und werden nicht beerdigt. Das gemeinsame europäische Asylsystem, das Mitte Juni 2026 mit neuen Verschärfungen in Kraft tritt, verstärkt diese Entwicklung. Es gelangen immer weniger Geflüchtete in Binnenländer wie Deutschland oder die Schweiz. Dafür steigt die Zahl der Menschen die auf immer gefährlicheren Fluchtwegen nach Europa ums Leben kommen. Gleichzeitig wird der Zugang zu Asyl weiter eingeschränkt. Dies wirft grundlegende Fragen im Hinblick auf die Einhaltung der Menschenrechte und der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 auf.

Gegen das Vergessen

Mit der Aktion „Beim Namen nennen“ gedenken wir all derer, die auf der Flucht ihr Leben verlieren. Wir gedenken der Verstorbenen und machen sichtbar, was oft unsichtbar bleibt. Jeder Mensch hatte einen Namen, eine Geschichte, ein Leben. Wir erinnern an den Mut, die Stärke und Widerstandsfähigkeit, die Menschen auf der Flucht täglich aufbringen müssen. Und an ihre universellen, unteilbaren und unveräußerlichen Menschenrechte.
Die europäischen Staaten fordern wir auf, sich an die Grundrechte zu halten und das individuelle Recht auf Asyl nicht außer Kraft zu setzen.

Machen Sie mit, setzen Sie ein Zeichen für Menschlichkeit!