Generalsanierung:Die Gerüst-Reihen lichten sich

Mitte bis Ende Juli wird der Innenraum des Bonner Münsters bis auf wenige Ausnahmen gerüstfrei sein. Derweil gehen die Arbeiten auf der Baustelle mit Hochdruck weiter
Datum:
12. Juli 2021
Von:
Ayla Jacob

Wo normalerweise Kirchenbänke zu finden sind, fand sich im Bonner Münster lediglich eins: Baugerüste. Und das teilweise seit Ende November. Nun aber lichten sich die Gerüst-Reihen Schritt für Schritt. Vor kurzem wurden das Mittel- und beide Seitenschiffe vom Metall befreit, Querhaus und Vierung sind als nächstes an der Reihe. „Mitte bis Ende Juli wird der Innenraum der Basilika bis auf wenige Ausnahmen ausgerüstet sein“, berichtet Stadtdechant Dr. Wolfgang Picken.

Derweil läuft die Sanierung des Münsters weiter. Aktuell stehen Malerarbeiten in der Basilika auf dem Baustellen-Programm, unter anderem erhält das Schiff „die alte Farbfassung zurück“, so Picken. Sowohl in der Basilika als auch in der Krypta wird der Fußboden abgeschliffen, im Innenraum die Beleuchtung erneuert. Stichwort: indirektes Licht.

Innen wie Außen wird mit Hochdruck gearbeitet

Doch nicht nur im Innenraum, auch an der Außenfassade wird weiterhin mit Hochdruck gearbeitet. Die Steinmetze der Firma Schorn sind vor allem am Querhaus Süd und Nord unterwegs, teilweise werden neue Kapitelle gefertigt. „Diese sind unter anderem durch falsche Maßnahmen in der Vergangenheit wie den inkorrekten Taubenschutz kaputt gegangen“, erläutert der Stadtdechant. 

Die Reinigung und (ab und zu) Erneuerung der Kirchenfenster liegt in den Händen der Firma Binsfeld aus Trier. Vor allem von Innen müssten diese gereinigt werden, „an ihnen klebt der Kerzenruß von vielen Jahren“, so Picken. Teilweise seien die beeindruckenden Farben der Fenster gar nicht mehr zu sehen gewesen. Darüber hinaus sind einige Glasscheiben gesprungen, vor allem an den Stellen, an denen sich auch Risse im Gewölbe zeigten. „Sie werden entweder ausgetauscht oder geklebt“, berichtet der Stadtdechant.  

Stadtpatronefest vom 3. bis zum 10. Oktober

Läuft alles nach Plan, geht die Öffnung des Bonner Münsters, die an Fronleichnam mit der Öffnung des Kreuzganges begann, im Oktober weiter. Dann steht das Stadtpatronefest auf dem Festprogramm, bei dem die Krypta eine zentrale Rolle spielt. Im nächsten Schritt soll die Basilika im November 2021 mit einer Ausstellung wieder eröffnet werden. Die Orgel wird sich dann zwar im Münster befinden, aber noch nicht intoniert sein, sagt Picken. Damit rechnet der Stadtdechant zum Osterfest. Ende 2022 dann werden voraussichtlich auch die Arbeiten an der Außenfassade beendet sein. 

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