Weihnachten in der Bonner Stadtkirche:Besinnliche Festtage vor Ort und im Internet

Mehrere Tausend Männer, Frauen und Kinder verfolgen Krippenspiel, Christmette und Festhochämter per Live-Stream. Team unterzieht sich vor Christvesper und Gottesdiensten einem Corona-Schnelltest
Datum:
26. Dez. 2020
Von:
Ayla Jacob

Es waren Gottesdienste der anderen Art, die die Gläubigen in diesem (Corona-)Jahr in der Kirche Sankt Remigius erwarteten. Zumindest, was die Zahl der Besucher und die Platzverteilung anging. Da das Krippenspiel an Heiligabend wegen des Dauerregens vom Garten in die Kirche verlegt werden musste, konnten nicht alle angemeldeten Personen teilnehmen. Nur so konnten Abstände von mindestens zwei Metern gewährleistet werden – mehr als in der Coronaschutzverordnung vorgeschrieben. Um alle Risiken auszuschließen, haben sich außerdem alle Teilnehmer an Gottesdienst und Krippenspiel unmittelbar vor der Christvesper einem Corona-Schnelltest unterzogen. Dieser wurde von Ärzten im Kapitelsaal durchgeführt.

Das Bedürfnis, in der Weihnachtszeit an einer Christmette oder an einem Festhochamt teilzunehmen, sei spürbar vorhanden, so Stadtdechant Dr. Wolfgang Picken. Die Zahl der Gottesdienstbesucher bewege sich auf gleichem Niveau wie in den Vorjahren oder gehe sogar darüber hinaus – nur eben aufgeteilt in Gläubige, die die Messen vor Ort besuchten und jene, die ihnen per Livestream beiwohnten. So verfolgten mehrere Tausend Männer, Frauen und Kinder Krippenspiel und Christmette im Internet. „Vor allem bin ich dankbar dafür, dass die breite Akzeptanz in der Bevölkerung, bei Entscheidungsträgern und auch den ehrenamtlichen Helfern dazu beigetragen hat, dass die Menschen frei entscheiden konnten, ob sie einen Gottesdienst besuchen wollten oder nicht“, so der Stadtdechant.