Brauchtum:Sankt Martin besucht die Münsterschule

Zahlreiche Gänse begrüßten den Heiligen Martin am Dienstagabend auf dem Hof der Münsterschule. Weitere Besuche in Schulen, Kitas und Altenheimen
Sankt Martin (Felix Holtkamp) ist zu Besuch auf dem Hof der Münsterschule. Begrüßt wird er durch Schulleiter Clauspeter Wollenweber.
Sankt Martin (Felix Holtkamp) ist zu Besuch auf dem Hof der Münsterschule. Begrüßt wird er durch Schulleiter Clauspeter Wollenweber.
Datum:
4. Nov. 2020
Von:
Ayla Jacob

Es waren vor allem Gänse, die den Heiligen Martin am Dienstagabend auf dem Schulhof der Münsterschule willkommen hießen. Denn die Kinder der diversen Klassen hatten sich alle Mühe gegeben, und ihre Laternen in Gestalt der Tiere kreirt, die eine Geschichte mit Sankt Martin verbindet. Soll sich der Legende nach der zurückhaltende Mann, als er von seiner Bischofswahl erfuhr, in einem Gänsestallt versteckt haben, um der Wahl zu entgehen. Die Tiere begannen zu schnattern - und Martin wurde gefunden.

Geschnatter gab es seitens der Münsterschüler und dem Kollegium um Schulleiter Clauspeter Wollenweber nicht, dafür aber Musik und Schauspiel - natürlich unter strengen Corona-Hygiene-Auflagen. Das Blasorchester der Schule sorgte für die richtige Sankt-Martins-Stimmung, da nicht gemeinsam gesungen werden durfte, hatten sich die Kinder etwas besonderes ausgedacht: Vier Schülerinnen kamen nach vorne und intonierten mit gebührendem Abstand und nacheinander "Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind". Ein Theaterstück und ein Quiz rundeten den Martinsbesuch ab. Der - dargestellt von Felix Holtkamp - berichtete den Kindern aus "seinem" Leben, ließ die Teilungsszene mit Hilfe der Schülerinnen und Schüler Revue passieren und beantwortete die ein oder andere Frage, bevor er winkend von den Klassen verabschiedet wurde.

Die Münsterschule war und ist übrigens nicht die einzige Einrichtung, die Felix Holtkamp und Martin Heide als die Martins-Darsteller der Gemeinde Sankt Martin besuchen. Die beiden sorgen außerdem in weiteren Schulen, Kitas und Altenheimen dafür, dass das Brauchtum weiterlebt - trotz der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Absage der Züge.

Übrigens: Ein besonders schönes Treffen spielte sich bei einem anderen Termin zwischen Sankt Martin und einem kleinen Mädchen aus Syrien ab. Als er die Weckmänner verteilte, schaute sie skeptisch und fragte: "Gibt`s davon auch ein anderes Modell?" Als das lachend verneint wurde, schmeckte der Weckmann aber dann doch. Sogar als "falsches" Modell.