20. April 2018 (Fr.) | Von: Katholisches Stadtdekanat Bonn | Pressestelle

Bonner Wohnungslose: Mehr Teilhabe durch Umbau des Prälat-Schleich-Hauses

Neues Konzept der Caritas-Wohnungslosenhilfe dank zeitgemäßer Struktur

 - Foto: Beate Behrendt-Weiß

Bonn. Das Prälat-Schleich-Haus ist ein fester Anlaufpunkt für Bonner Wohnungslose. Um ihnen einen besseren Zugang zu ermöglichen und damit mehr Teilhabe zu verschaffen, hat die Bonner Caritas ihr Konzept in den vergangenen Jahren immer wieder angepasst. Dies schlägt sich nun auch in baulichen Maßnahmen am Prälat-Schleich-Haus am Alten Friedhof nieder. Mehr als hundert Jahre ist das Gebäude bereits alt, jetzt beginnt ein größerer Umbau.

Am Donnerstag, 19. April 2018, fand der traditionelle erste Spatenstich statt. "Hier wird etwas geschaffen, um Menschen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen sind, Perspektiven zu geben", sagte Caritasdirektor Jean-Pierre Schneider zum Auftakt der Baumaßnahmen am Prälat-Schleich-Haus. Mehr Teilhabe, ein besserer Zugang zu Hilfeangeboten - mit dieser Idee hat sich die Wohnungslosenhilfe der Caritas in Bonn immer wieder konzeptionell weiter entwickelt. Jetzt wird sich dies auch in baulichen Veränderungen an dem mehr als 100 Jahre alten Gebäude widerspiegeln.

Gemeinsam mit Sozialdezernentin Carolin Krause, Fachbereichsleiter Gerhard Roden, LVR-Abteilungsleiter Andreas Zimmermann, Kurt Berger, Leiter des Amtes für Soziales und Wohnen und Tobias Titze von Kühnel Architekten setzten die Caritas-Vorstände Jean-Pierre Schneider und Jörg Becker die Schaufel zum ersten Spatenstich an. Zuvor hatte Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher das Bauvorhaben gesegnet: "Wir bitten um Gottes Segen für alle, die hier arbeiten, damit die Arbeiten ohne Zwischenfälle beendet werden."

1,2 Millionen Euro kosten die Maßnahmen. Der jetzt beginnende Umbau mit neuem Aufzug ermöglicht eine barrierefreie Erschließung des Gebäudes. Der Eingangsbereich wird damit übersichtlicher und sicherer. Auch im Inneren gibt es Veränderungen. Durchgängig wird es Einzelzimmer geben. Dafür wird eine zusätzliche Wohngemeinschaft eingebaut und eine bestehende Wohngruppe umgebaut.

Bislang waren die ambulanten Angebote, wie die Notübernachtung und Fachberatung, getrennt untergebracht. Jetzt werden Sie in einem Trakt zusammengefasst. In die leerstehende Kapelle wird ein Begegnungs- und Versammlungsraum eingerichtet. Zudem sollen Gebäude und Anlagetechnik den aktuellen Anforderungen an einen zeitgemäßen Brandschutz angepasst werden.

Dass die Wohnungslosenhilfe immer wichtiger wird, belegt die Statistik: 2007 wurden von der Caritas-Wohnungslosenhilfe 915 Menschen betreut. Im Jahr 2017 waren es bereits 1425.

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